Zügig unterwegs | Reaktivierung der WLE-Strecke

EIN PLUS FÜR WIRTSCHAFT UND LEBENSQUALITÄT

Die Wiederinbetriebnahme des Schienenpersonennahverkehrs auf der WLE-Strecke Münster Hbf – Wolbeck – Albersloh – Sendenhorst bietet die Chance, der aktuellen und prognostizierten Entwicklung der Wirtschaft und der Wohnquartiere mit einem guten Verkehrsangebot wichtige Impulse zu geben.

Von einer umweltfreundlichen Bahnverbindung, die modernste Technik zum Schallschutz und zur Sicherung der Bahnübergänge einsetzt und eine gute Anbindung an alle Verkehrsmittel bietet, kann die Region nachhaltig profitieren.


Die WLE-Reaktivierung steht für:

  • Neue Züge, neue Gleise, neue Mobilität
  • Leistungsfähiges und staufreies Verkehrsmittel
  • Moderne und umweltfreundliche Technik
  • Aktiven Klimaschutz
  • Komfort, Pünktlichkeit und Sicherheit
  • Dichten Fahrplantakt

WEITERE INFOS


Im Takt des Stadtverkehrs auf der Schiene

20-Minuten-Takt der Züge zwischen Wolbeck und Münster, zwei Fahrten je Stunde von und nach Sendenhorst

Moderne Züge auf neuen Gleisen

Auf erneuerten Gleisen und Schwellen sowie auf neuem Ober- und Unterbau fahren moderne Dieseltriebwagen (mit Busmotoren) sehr laufruhig. Sie erreichen eine maximale Geschwindigkeit von:

100 km/h zwischen Sendenhorst und Wolbeck
80 km/h zwischen Wolbeck und Loddenheide und
60 km/h zwischen Loddenheide und Münster Hbf.

Unverändert im Stadtverkehr Münster

Linie 6 Münster – Gremmendorf – Angelmodde (Waldsiedlung) – Hiltrup
Linie 22 Münster – Wolbeck (im 20-min-Takt über Wolbecker Str.)
R 22 Münster – Everswinkel (stündlich)

Was ändert sich im Stadtverkehr Münster?

Für den Korridor Münster – Gremmendorf – Angelmodde (Dorf) – Wolbeck wird gegenwärtig das im Jahre 2010 auf die Schiene abgestimmte Bus-Konzept neu erarbeitet. Zielsetzung ist hierbei, für diesen Korridor insgesamt eine deutliche Verbesserung des ÖPNV-Angebotes zu erreichen.

Verknüpfungspunkt Sendenhorst

Mit kombiniertem Bahnsteig für Bus und Bahn, Anschluss an:
S 30 von/nach Beckum
R 33 von/nach Ennigerloh
R 55 von/nach Ahlen
Taxibus im 2h-Takt von/nach Wolbeck

Schallschutz nach neuen Richtlinien

Unter Berücksichtigung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und der Verkehrslärmschutzverordnung (Schall 03) sind passive und aktive Schallschutzmaßnahmen vorgesehen.

Barrierefreie Stationen

Bahnsteige (120 m) mit Sitzmöglichkeiten, Wetterschutz, Bahnhofsuhr, Fahrgastinformation, Wegeleitsystem, Beleuchtung, Leezenboxen. Barrierefreier Zugang zu den Zügen und zum Bahnsteig über Rampen mit taktilen Leitelementen.

Bahnübergangskonzept

Technische Sicherung an 25 Bahnübergängen und Aufhebung von 29 Bahnübergängen an Fuß-, Feld- und Privatwegen, stattdessen bahnparallele Ersatzwege.

SCHNELLE FAHRZEITEN MIT DER WLE





Zwei Verbindungen pro Stunde zwischen Sendenhorst und Münster





20-Minuten-Takt zwischen Wolbeck und Münster

DREI FAKTEN

Haltepunkt Loddenheide
Allein die unmittelbar an der WLE-Strecke gelegenen Dienstleistungs- und Gewerbegebiete Münster Hafen, Halle Münsterland und Loddenheide weisen eine rasante Entwicklung mit heute rund 12.700 Arbeitsplätzen auf (1 siehe Karte). Die beiden vorgesehenen Haltepunkte Halle Münsterland und Loddenheide werden für einen weiteren Entwicklungsschub und eine nachhaltige Verkehrserschließung sorgen.

Der Korridor zwischen Münster und Sendenhorst entwickelt sich stark. Die Bevölkerung wird bis 2040 in Münster um 15,1 % und in Sendenhorst um 6,5 % steigen. (Quelle: IT NRW).

Haltepunkt Loddenheide
Die neue Nutzung der Flächen der ehemaligen York-Kaserne (2) in ca. 500 m Entfernung zum geplanten WLE-Haltepunkt Münster-Gremmendorf wird von der Wiederinbetriebnahme unmittelbar profitieren. Hier sollen in den nächsten Jahren ca. 1.600 Wohnungen entstehen.

Haltepunkte Angelmodde, Wolbeck, Albersloh, Sendenhorst
Auch in Wolbeck werden auf dem ehemaligen Lancier-Gelände (3) über 200 Wohnungen entstehen. In Albersloh steht die Entwicklung des Baugebietes Kohkamp (4) in unmittelbarer Nähe des neuen WLE-Haltepunkts bevor. Außerdem sind in Sendenhorst in den letzten Jahren neue Siedlungsbereiche (5) in der Nähe des Bahnhofs hinzugekommen.

Eine Studie von 2010 ergab, dass täglich über 6.000 Reisende die WLE-Strecke (Mo-Fr) nutzen werden. Im Nahverkehrsplan des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) ist die WLE-Strecke deshalb bereits seit 2011 als vordringliches Reaktivierungsprojekt enthalten.

DAS VERFAHREN ZUR WLE-REAKTIVIERUNG


Rückblick: Finanzierung

Der Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM) hat 2013 Fördermittel zur Finanzierung der Infrastrukturplanung bis zur Genehmigungsplanung für die WLE zur Verfügung gestellt.
Im Dezember 2015 hat der NWL die WLE-Strecke für die Fortschreibung des ÖPNV-Bedarfsplans NRW angemeldet, bei dem das Projekt mit Investitionen von rund 40 Mio. Euro nach einem landeseinheitlichen Verfahren erneut bewertet wurde. Nach Abschluss der Bewertung im Rahmen der Fortschreibung des ÖPNV-Bedarfsplans entscheidet das Land über die Aufnahme der WLE-Strecke in diesen Plan.

2017: Genehmigungsplanung

Im Frühjahr wurden die Planungen bis zur sogenannten Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) abgeschlossen und die Planunterlagen vom NWL an das Land NRW übergeben. Gleichzeitig wurde eine Überarbeitung des Buskonzeptes im Stadtgebiet Münster beauftragt, um den Entwicklungen im Abschnitt Münster – Gremmendorf – Wolbeck gerecht zu werden und eine optimale Abstimmung mit dem Schienennahverkehr zu erzielen.

Ausblick: Tragfähige Planung

So umfangreiche Projekte wie die WLE-Wiederinbetriebnahme werden in einem umfassenden Planfeststellungsverfahren unter öffentlicher Beteiligung beleuchtet. Daher planen die Projektbeteiligten zum Jahresende 2017 öffentliche Informationsveranstaltungen zur WLE-Wiederinbetriebnahme.

Antragsteller ist die WLE, zuständige Behörde für die Durchführung des Verfahrens ist die Bezirksregierung Münster.

Die Bezirksregierung Münster wird nach Antragstellung diese Pläne veröffentlichen und zur allgemeinen Diskussion stellen. Bürger und Anrainer, Träger öffentlicher Belange, Verbände und Behörden können dann Einwände dagegen erheben, die neutral geprüft werden. Es kann zu gemeinsamen Erörterungsterminen sowie ggf. zu Änderungen und Ergänzungen der Pläne kommen. Aus diesem Prozess wird sich ein abgestimmter Plan ergeben, der die Belange aller Seiten berücksichtigt.

Auf der Zielgeraden zur Inbetriebnahme 2023

Nach Aufnahme der Strecke in den ÖPNV-Bedarfsplan und Bereitstellung von Mitteln durch das Land NRW sowie abgeschlossener Planfeststellung geht es in die Reaktivierungsphase:

  • Sanierung der Strecke
  • Einrichtung der Haltepunkte
  • Umsetzung des Bahnübergangskonzeptes

Parallel beginnen die Erstellung des Fahrplans und die Ausschreibung der Verkehrsleistungen mit der Beschaffung von modernen und leisen Zügen. Bei optimalem Verlauf ist der fahrplanmäßige Betrieb der WLE ab 2023 vorgesehen.

FAQs

Mit der Reaktivierung kann der gesamte Korridor Münster-Süd-Ost an den Hauptbahnhof Münster angebunden werden. Die bestehende Infrastruktur (Straßen/ ÖPNV) ist bereits überlastet und kann zukünftige Entwicklungen nicht mehr aufnehmen. Von einer umweltfreundlichen Bahnverbindung, die modernste Technik zum Schallschutz und zur Sicherung der Bahnübergänge einsetzt und eine gute Anbindung an alle Verkehrsmittel bietet, kann die Region nachhaltig profitieren.

Die WLE-Reaktivierung steht für:
  • Neue Züge, neue Gleise, neue Mobilität
  • Leistungsfähiges und staufreies Verkehrsmittel
  • Moderne und umweltfreundliche Technik
  • Aktiven Klimaschutz
  • Komfort, Pünktlichkeit und Sicherheit
  • Dichten Fahrplantakt

Betrieb

Zwischen Münster Hauptbahnhof und Münster-Wolbeck ist ein 20-Minuten-Takt (3 Fahrten je Stunde und Richtung) geplant. Von und nach Sendenhorst werden 2 Fahrten je Stunde und Richtung angeboten.

Die Betriebszeiten sind montags bis freitags von morgens ca. 05:30 Uhr bis ca. 22:30 Uhr. An den Wochenenden wird der Verkehr ausgedünnt. Nachtfahrten (außerhalb der Betriebszeiten) sind nicht fest eingeplant, können bei besonderen Anlässen aber durchgeführt werden.

Die Geschwindigkeit zwischen Münster Hauptbahnhof und dem Haltepunkt Loddenheide beträgt aufgrund der engen Haltepunktabstände 60 km/h. Zwischen den Haltepunktepunkten Loddenheide und Wolbeck 80 km/h von Wolbeck nach Sendenhorst 100 km/h.

Im Regelfahrplan sind 104 Zugfahrten pro Tag vorgesehen.

Nein, dies ist aufgrund der vorgesehen modernen Technik und der Umsetzung des Bahnhübergangskonzeptes nicht mehr erforderlich.

Die eingesetzten Züge werden nach den neuesten eisenbahnrechtlichen Vorschriften zugelassen sein. Dabei liegt ein wesentliches Augenmerk auf die Lärmemission, Sicherheitsstandard und Fahrgastkomfort. In den Planungen ist beispielhaft ein moderner Dieseltrieb des Typs LINT angenommen worden, wie er in vielen Netzen bundesweit eingesetzt wird.

Die bisherigen Planungen gehen von dem Einsatz von Dieselfahrzeugen aus, jedoch werden erste Testfahrten auf anderen Netzen mit Brennstoffzellentechnologie bereits durchgeführt. Ob diese Technologie zur Betriebsaufnahme serienreif verfügbar sein wird kann derzeit nicht gesagt werden.

Nein, nach Reaktivierung der WLE werden die heutigen vereinzelten Güterfahrten ersatzlos gestrichen.

Alle Verkehrsstationen werden mit Wetterschutz, Beleuchtung, Fahrgastinformationssystem und Sitzgelegenheiten ausgerüstet. Der Zugang und der gesamte Bahnsteig sind barrierefrei und haben taktile Leitelemente für sehbehinderte Fahrgäste. Der Haltepunkt Roxel ist ein Beispiel für eine moderne Bahnstation im Stadtgebiet von Münster.

Die Fahrtzeit beträgt mit dem Zug von Sendenhorst bis Münster Hauptbahnhof 30 Minuten und von Wolbeck bis Münster Hauptbahnhof 20 Minuten verlässlich. Unabhängig von der Verkehrsbelastung des Straßennetzes. Die Linie 8 hat ab der Haltestelle Wolbeck Markt planmäßig eine Fahrzeit von 27 Minuten bis zum Hauptbahnhof. Durch den Stau auf dem Albersloher Weg, insbesondere zur morgendlichen Hauptverkehrszeit, ist die Linie in der Regel bis zu 10 Minuten verspätet.

Wenn Sie die WLE nutzen, können Sie ab Münster Hauptbahnhof mit Umstieg auf die Stadtbuslinien den zentralen Altstadtbereich mit Prinzipalmarkt und Domplatz erreichen. Mindestens alle 5 Minuten fahren die Linien Richtung Altstadt.

Die WLE endet im Hauptbahnhof am heutigen Bahnsteig an Gleis 21, der im Zuge der Kapazitätsausweitung des Hauptbahnhofs modernisiert und an den Südtunnel angebunden wird. Eine Weiterführung der Züge, z.B. auf die Strecke in Richtung Telgte/Warendorf ist denkbar. In Richtung Münster Zentrum Nord ist eine aus verkehrlicher Sicht wünschenswerte Weiterführung infrastrukturseitig zwar möglich; die dichten Verkehre auf den Strecken Münster – Osnabrück und Münster Rheine, die dann gequert werden müssen, lassen hier jedoch kaum Möglichkeiten zur betrieblichen Durchführung der Fahrten.

Infrastruktur: Bahnübergänge

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens werden die Schließzeiten jedes Bahnüberganges auch im Hinblick auf deren Auswirkungen auf die Verkehrssituation in der Nachbarschaft berechnet. Die Schließzeiten bewegen sich in den meisten Fällen zwischen 45 Sekunden und 60 Sekunden.

Derzeit gibt es 52 Bahnübergänge. Von diesen 52 werden 31 geschlossen und 4 neu gebaut. Von den 31 geschlossenen sind 27 Privat-, Feld- oder Waldwege. Die anderen 4 haben alternative Wegeführungen. Alle anderen werden nach modernsten Vorgaben ausgestattet.

Die Bahnübergänge werden alle mit Lichtzeichenanlage und Halbschranken gesichert.

  • BÜ Fußweg am Haltepunkt Gremmendorf, neue Verbindung über dem Haltepunkt zum nächsten BÜ Gremmendorfer Weg.
  • BÜ Fußweg am Twenhövenweg, dort kann über den Haltepunkt Angelmodde der nächste BÜ „Haus Angelmodde“ fußläufig erreicht werden.
  • Im Bereich des Neubaugebietes „Lancier“ werden 6 Grundstückszufahrten geschlossen, die in Zukunft über das Baugebiet „Lancier“ angeschlossen werden.
  • Der Waldweg-BÜ und der BÜ Zumbuschweg an der Brücke der Ortsumgehung Wolbeck werden zukünftig rückwärtig erschlossen. Der Radverkehr an dem BÜ Zumbuschweg ist schon über die Brücke der Ortsumgehung Wolbeck erschlossen.

Die in der Frage genannten Bahnübergänge befinden sich alle im Nahbereich der Stationen Loddenheide, Gremmendorf und Wolbeck und werden zukünftig erst angesteuert wenn der Zug am Bahnsteig steht. Damit werden die Schließzeiten deutlich reduziert.

Die Schließzeiten werden im Regelfall nicht länger als die Rotzeichen an den Straßenverkehrsampeln sein, also zwischen 45 und 60 Sekunden.

Infrastruktur: Bahnparallele Seitenwege

Bahnparallele Seitenwege sind in allen Bereichen vorgesehen, wo Feldzufahrten zusammengefasst werden und angeschlossene Grundstücke nicht anderweitig erreicht werden können. Diese Seitenwege sind hauptsächlich im ländlichen Bereich zwischen Wolbeck und Sendenhorst.

Die Wege werden nach Nutzeranforderungen dimensioniert. Im Wesentlichen sind asphaltierte Wege mit einer Breite von 3,50 Meter und beidseitigen Banketten von 0,50 Meter vorgesehen.

Infrastruktur: Oberbau

Der gesamte Oberbau wird neugebaut, Ausstattungsmerkmale (Betonschwelle, Schiene, Schotter)

Nein, der Betrieb soll nach heutigem Stand mit dieselgetriebenen Fahrzeugen erfolgen. (siehe Antwort zur Fahrzeugfrage)

Der Streckenverlauf orientiert sich im Wesentlichen an dem derzeitigen Streckenverlauf mit Ausnahme von einigen Bereichen wo aufgrund der Geschwindigkeitsanpassung der Streckenverlauf etwas angepasst werden muss.

Infrastruktur: Emissions-, Schall- und Erschütterungsschutz

Nach aktueller Rechtslage (16. BImschV/ Schall03) wird das detaillierte Schall– und Erschütterungsgutachten durch ein Fachbüro fortgeschrieben. Diese Gutachten werden im Rahmen der Planfeststellung öffentlich ausgelegt und können eingesehen werden.

Es gibt sowohl aktiven als auch passiven Schallschutz. Unter aktivem Schallschutz versteht man unter anderem die innovative Schienenschalldämmung (so genannte Schienenstegabdeckung). Der passive Schallschutz wird im Einzelfall festgelegt. Welche Schallschutzmaßnahmen umgesetzt werden, wird derzeit in einem Gutachten geklärt.

Der passive Schallschutz kann nach einer Einzelfallprüfung im Rahmen des Verfahrens gewährt werden. Das fortgeschriebene Schallschutzgutachten liegt voraussichtlich im November vor und wird dann auf dieser Website zur Verfügung gestellt.

Zur Frage der Erschütterungen wurde ebenfalls ein Fachgutachten erstellt, welches eine Vorort-Untersuchung unter realen Bedingungen (Zugfahrt/ Erdmikrofone) beinhaltet.

Zu den Geruchs- und Schadstoffbeeinträchtigungen fanden Untersuchungen im Zuge der Umweltfachplanung zur Planfeststellung statt. Diese können im Planfeststellungsverfahren eingesehen werden. Festzustellen ist, dass sich die Geruchs- und Schadstoffbeeinträchtigungen laut Untersuchung als marginal darstellen.

Nach Genehmigung und Zuteilung der Fördermittel ist von einer Bauzeit von 2 Jahren auszugehen. Die Baustelle wird nach heutigem Kenntnisstand nur von Montag bis Freitag tagsüber zu normalen Arbeitszeiten betrieben.

Buskonzept

Die Reaktivierung der WLE erfordert ein aufeinander abgestimmtes Bahn- und Busangebot, das im Sinne der Fahrgäste ein qualitativ hochwertiges Gesamtangebot für den Korridor bietet. Ein nicht abgestimmter „Parallelbetrieb“ der beiden Verkehrsträger wäre unwirtschaftlich.

Die Reaktivierung der WLE ist eine große Chance, die ein hohes Maß an Umgewöhnung von den Kunden erfordert. Mit Inbetriebnahme der WLE geht die Anpassung des Busangebotes zeitgleich einher. Abhängig von der Akzeptanz der Fahrgäste können in der Startphase Anpassungen und Optimierungen auch im Busangebot erfolgen.

Gegenwärtig werden verschiedene Varianten der ergänzenden Busbedienung im Korridor Albersloher Weg – Gremmendorf – Angelmodde – Wolbeck gutachterlich untersucht. Dabei stehen zum einen die gesamtverkehrlichen Aspekte aber auch die Qualität der ÖV-Erschließung und Anbindung im Vordergrund. Die Varianten sollen in 2017 politisch beraten und beschlossen werden.

Bei Reaktivierung der WLE-Strecke Sendenhorst – Münster wird der SchnellBus S30 von Beckum über Neubeckum und Vorhelm in Sendenhorst am Bahnhof mit der WLE verbunden. Auch die Linie R33 von Ennigerloh kommend über Enniger nach Sendenhorst wird ebenfalls in Sendenhorst am Bahnhof mit dem Zug verknüpft.
Die Linie R55 von Ahlen nach Sendenhorst wird ebenfalls an die WLE Schiene herangeführt, sodass besonders für die Siedlung Hagenholt eine Anbindung gegeben ist.
Die Linie R32 zwischen Sendenhorst und Wolbeck wird nicht mehr verkehren, dafür ist vorgesehen, dass drei TaxiBus-Linien auf den Streckenabschnitten Sendenhorst - Albersloh / Albersloh – Gremmendorf / Albersloh – Wolbeck in einem 120-Minuten-Takt eingerichtet werden. Die TaxiBus-Linien werden mit den Bahnhöfen in Sendenhorst, Albersloh oder Wolbeck verknüpft.

Die Gestaltung der Zubringerverkehre wird gegenwärtig noch gutachterlich untersucht. Grundsätzlich sollen alle bestehenden Bushaltestellen in Gremmendorf, Angelmodde und Wolbeck weiterhin von Stadtbuslinien bedient werden. An den Haltepunkten sollen diese Linien die Verknüpfung zur WLE sicherstellen.

Grundsätzlich sollen alle bestehenden Bushaltestellen in Gremmendorf, Angelmodde und Wolbeck weiterhin von Stadtbuslinien bedient werden.

Über das zukünftige Busangebot entscheiden die politischen Gremien der Stadt Münster und des Kreises Warendorf.

Kosten

Die Kostenberechnung geht von einem Volumen von ca. 40,5 Millionen Euro aus. In diesen Kosten sind die Umsetzung des BÜ-Konzepts, der Bau der Gleise und bahnparallelen Seitenwege, der Ersatzneubau von Brücken, Schallschutz, Bau und Ausstattung der Verkehrsstationen berücksichtigt.

Die im Gutachten von 2010 genannten 32,2 Millionen Euro ergeben bei einer Hochrechnung auf 2017 (unterstellt sind hierbei 2 % Inflation jährlich) eine Summe von ca. 37,0 Millionen Euro. Hinzu kommt die im alten Gutachten die nicht berücksichtigten Kosten für Schallschutz. Hier hat es im Jahr 2015 eine Gesetzesänderung gegeben, die zu einer Verschärfung bei Schallschutzmaßnahmen (Wegfall sog. „Schienenbonus“) geführt hat. Kostenmindernd wirkt sich aus, dass nur während normaler Arbeitszeiten werktäglich montags bis freitags gebaut werden soll. Weiterhin kommt bei dem Kostenblock Leit- und Sicherungstechnik ein auf die Belange der WLE zugeschnittenes Konzept zum Tragen.

Fahrgäste

In der Studie aus dem Jahr 2010 wurde eine Zahl von über 6.000 Fahrten prognostiziert, auf Basis der zu dieser Zeit absehbaren Entwicklungen. Durch die aktuellen und perspektivischen Entwicklungen insbesondere der Bereiche Loddenheide und ehemalige York-Kaserne dürfte das Potenzial sich noch erhöht haben.

Der gesamte Korridor Münster-Süd-Ost und seine Verlängerung bis Sendenhorst durch die Einbindung in das Schienennetz mit schnellen Verbindungen zum Hauptbahnhof und Umsteigeverbindungen darüber hinaus. Mit der neuen Anbindung der Bereiche Halle Münsterland und Loddenheide profitiert die gesamte Region Münsterland.

Hier sind derzeit noch keine konkreten Aussagen zur Nachfolgenutzung möglich.

GEMEINSAM STELLEN WIR DIE WEICHEN